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094 | Kälberfütterung mit Milchaustauscher


Diese Folge ist eine Neuaufnahme aus dem Jahr 2026.

Was soll der Milchaustauscher machen?

  • Sollen die Kälber ab der zweiten Mahlzeit mit MAT versorgt werden?
  • Dient der Milchaustauscher in erster Linie dem Abtränken der Kälber?

Je nach Einsatzzweck sollte das Milchpulver ausgewählt werden.

Der Gehalt an Magermilchpulver ist das wichtigste Qualitätskriterium

Die Spannweite geht von 0 bis 60 Prozent. Generell gilt: Je höher der Magermilch-Anteil, desto besser die Verträglichkeit und desto höher ist der Preis. 

Was tun bei MAT-Fütterung und Durchfall

Grundsätzlich macht es Sinn, den Tierarzt bei Durchfall zu Rate zu ziehen. Er kann dir helfen, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Hygiene bei den Kälbern sollte passen. Und Stress im Kälberbereich greift sicher auch das Immunsystem an.

Es kann allerdings auch am MAT liegen. Hier macht folgende Frage Sinn…

Woher kommt das Protein im Milchaustauscher?

Entweder, das Eiweiß kommt aus der Milch (Kasein im Magermilch-Anteil) oder es kommt aus einer pflanzlichen Quelle. Pflanzliches Eiweiß kann bei jungen Kälbern zu Verdauungsproblemen führen. Es kann schlechter verwertet werden, da die Enzyme dafür noch nicht startklar sind. Kein Wunder, wenn es dann zu Durchfall kommt. Fettsäuren und andere Säuren können die Verdauung stabilisieren.

Tipp

Der Rohfasergehalt auf dem Sackanhänger ist ein Indiz für den für den Anteil an Pflanzen im Milchpulver. Je niedriger der Rohfasergehalt, desto weniger Pflanzen sind im Milchpulver enthalten.


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Sponsor dieser Folge ist Lallemand Animal Nutrition. 

Lallemand Animal Nutrition ist ein Hersteller natürlicher, mikrobieller Futterzusatzstoffe wie z.B. probiotischen Hefen und nützlichen Milchsäurebakterien u.v.m., der als Zulieferer für die Tierfutterindustrie eng mit den Futtermittelherstellern in Deutschland und Österreich zusammenarbeitet. Gemeinsam mit seinen Partnern engagiert sich das Unternehmen für optimale Tierleistung und -gesundheit mit speziellen natürlichen mikrobiellen Produkten und Serviceleistungen. 


Auf der Grundlage solider wissenschaftlicher Kenntnisse, erwiesener Ergebnisse und Know-how entwickelt, produziert und vertreibt Lallemand Animal Nutrition hochwertige Hefe- und Bakterienprodukte wie etwa Probiotika, Siliermittel und Hefederivate. Diese innovativen Lösungen sind vorteilhaft für Ernährung und Wohlbefinden der Tiere und unterstützen das Management von Fütterung und Tierumfeld. Lallemand bietet ein hohes Maß an Expertise und die Selbstverpflichtung, mit langfristigen und profitablen Lösungen seine Partner voran zu bringen.



Woher kommt das Fett im Milchaustauscher?

Magermilch enthält nur wenig Fett. Als Fettquelle im Milchpulver gibt es zum Beispiel: Palmfett, Kokosöl oder Sonnenblumenöl.

Ein optimales Fettsäuremuster sorgt für eine optimale Verdauung. Die Optimierung vom Fettsäuremuster ist eine wichtige Aufgabe bei der MAT-Entwicklung. Ziel sollte es dabei sein, die Unterschiede im Fettsäuremuster von MAT zur Vollmilch optimal auszugleichen.  

Sollte deine Tränke Säure enthalten?

Es kommt auf deine Situation an! Milch ist nicht steril, wir haben dort Keime. Eine gute Eimer- und Kälberhygiene ist sehr wichtig für die erfolgreiche Kälberaufzucht. Säure kann das Keimwachstum reduzieren und gibt dir mehr Sicherheit. Auf der anderen Seite reduziert Säure die Tränkeaufnahme, da es nicht mehr so süß schmeckt. 

Unterschiedliche Säuren wirken auch unterschiedlich. So wirken sich einige Säuren durch Coating gar nicht auf die Tränkeaufnahme aus. Einige wirken erst in den hinteren Verdauungsabschnitten und können die Vermehrungen von Coli im Darm reduzieren.

Was bringen Pro-, Prä- und Postbiotika im Milchaustauscher?

Immer öfter liest du auf dem Sack Begriffe wie Probiotika, Präbiotika oder Postbiotika. Elisabeth Zissler von Lallemand hat mir das im Podcast einmal sauber erklärt.

Probiotika sind lebende, gute Bakterien. Sie greifen aktiv in die Darmflora ein und können zum Beispiel Kälberdurchfall reduzieren, weil ein stabiler Darm weniger anfällig für Erreger ist.

Präbiotika liefern keine Bakterien, sondern Nährstoffe für die körpereigene Mikroflora. Sie füttern quasi die guten Bakterien, die dein Kalb schon mitbringt.

Postbiotika enthalten keine lebenden Organismen mehr, sondern Bestandteile davon, zum Beispiel spezielle Fettsäuren oder Nukleotide. Diese wirken sich positiv auf die Darmentwicklung aus und haben teilweise sogar einen entzündungshemmenden Effekt.

Keins von den dreien ist der alleinige Heilsbringer. Sieh es wie eine Werkzeugkiste: Der Milchaustauscher ist deine Basis, Pro-, Prä- und Postbiotika sind die Werkzeuge, die du je nach Baustelle zusätzlich einsetzen kannst.

Tipp

Spreche mit anderen Landwirten und auch mit Tierärzten und lerne von den erfolgreichen „Kälbermenschen“. Und dann änderst du hier und da eine Sache und sammelst noch mehr eigene Erfahrungen.

Dein Kälber-Management hat Einfluss auf die Auswahl vom Milchaustauscher

Je besser du deine Kälberfütterung im Griff hast, desto eher kommst du auch mit einem einfacheren Milchpulver klar. Um nur einige Punkte zu nennen:

  • Passt die Hygiene bei den Kälbern?
  • Hast du die richtige Temperatur beim Anrühren?
  • Kannst du deine Fütterungszeiten einhalten?
  • Passen die Fütterungsmengen oder schwanken sie?
  • Kannst du schnell gegensteuern, wenn einzelne Kälber nicht richtig fit sind?
  • Ist für dich Vollmilch oder MAT besser?
  • Kennst du die Zunahmen deiner Kälber?
  • Ist der Darm deiner Kälber gesund und Leistungsfähig?
  • Hast du genügend Platz für deine Kälber?
  • Stimmt die Wasserversorgung in Menge und Qualität?  

Milchaustauscher vs. Vollmilch

Mit beiden Varianten ist eine sehr erfolgreiche Kälberaufzucht machbar. Du solltest das System für dich wählen, was zu dir und deiner Situation am besten passt. Hauptsache, deine Kälber sind gesund und die Arbeit ist gut zu schaffen. Wenn deine Kälber UND du gut drauf sind, kannst du erfolgreich Kälber aufziehen. 

Links zur Kälberfütterung:


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Viel Spaß mit deinen Kühen und genieße das Leben!

Dein Christian Völkner